Gothic Friday: Schwarzes Sonneberg – Potential kämpft um Raum

Es ist der letzte offizielle Gothic Friday auf Spontis, der perfekte Moment um selbst einen Blog zu erstellen. Und nein, das hätte mir nicht früher einfallen können! Mit dem letzten Gothic Friday gelingt also der Übergang vom virtuellen Austoben zu den Dingen da draußen. Perfekt um euch das „schwarze Sonneberg“ zu präsentieren.

Treffpunkte

Beginnen möchte ich zunächst mit unserem allseits beliebten Stammpub. Dem Bely’s! Dieser Pub wurde recht schnell zum Stammlokal von Gothics, Punks, Metallern und allen anderen die sonst in keine Sparte passen. Ich persönlich habe ja die Theorie, dass das an 3 Dingen liegt:

1. Die bezaubernde Bedienung, die wundervollste, schönste und beste Schankmaid, die es gibt – Jaqeline!
2. Es gibt dort „Odinstrunk“ (Schwarzbier + Met) für gutes GeldNicht nur diese Ecke ist wahnsinnig gemütlich!
3. Das wundervolle Ambiente, welches sich durch die Malereien von Robert Pietzonka auszeichnet und dem ganzen eine ganz besondere Atmosphäre verleiht.
Eigentlich ist  jedes Wochenende Full House – und zwar friedlich. Es wurde für viele schnell zur zweiten Heimat.

Nicht weit vom Bely’s entfernt haben Sven und Kathrin etwas eröffnet, was man zunächst nicht in einem Kaff wie Sonneberg erwartet. Ganz recht – wir haben einen Gruftiladen! Der Hexenstich in seinen Facetten und mit seinen wundervollen Besitzern :)
Ällabätsch! Und auch hier gibt es kleine Besonderheiten zu entdecken: Neben den typischen Gruftgewändern von Aderlass und Co. kann man hier Merchandise von lokalen Bands erwerben. Außerdem kann man Kathrins individuelle Kunstgravur nicht nur bewundern, sondern auch erstehen. Zudem kann man selbst genähte Taschen und metallenen Bondageschmuck kaufen – selbstverständlich kann man diesen individuell anpassen. Und auch hier sind wir noch nicht am Ende angekommen: Sven und Kathrin locken nämlich nicht nur mit Schmuck, Glas und Gewand, sondern auch mit Rabattaktionen. „Einen Becher Met gratis“ ist simpel und effektiv! Und an Halloween haben die beiden ein Fest veranstaltet, welches seines Gleichen sucht. Nicht nur weil Halloween war, denn den Hexenstich-Darkside® gibt es nun schon seit 2 Jahren und ich hoffe, dass es ihn noch viel viel länger geben wird! Fast zu schön um es zu essen!

Durch diese Aktionen ist also der Hexenstich-Darkside® nicht nur ein einfacher Laden, sondern avancierte so schnell zum Treffpunkt für die Szene um dort Met zu genießen, sich einzukleiden und natürlich die neusten Infos auszutauschen. Denn Karten zu Veranstaltungen in der Nähe, gibt es dort selbstverständlich auch :). Und wer nicht extra nach Sonneberg fahren will, der kann auch einfach warten, bis die beiden mit ihrem Stand bei Märkten oder Konzerten anzutreffen sind.

Ebenfalls ein Treffpunkt, auch wenn er alle möglichen Leute und nicht nur Menschen aus Subkulturen anzieht, ist das „Under Your Skin“ Tattoostudio. Wenn man in Sonneberg den Wunsch nach einem qualitativ hochwertigen Tattoo äußert, ist mit höchster Wahrscheinlichkeit die erste Antwort die man erhält folgende:“Gieh beim Steinz! De Steinz is‘ de Besde!“ Diesen Ruf hat das Studio zu Recht! Ich habe selbst zwei Tattoos von ihm und kann nicht klagen – genauso wenig wie die anderen Menschen, die ihre Haut vertrauensvoll unter seine Nadel gelegt haben. Tätowieren macht süchtig – bei Steinz und seinem Team mit 100%iger Sicherheit schneller als sonst!

Vereine und Veranstaltungen

Auch hier sind wir natürlich nicht untätig. Der „Corus Anima e.V.“ hat schon ein paar Jährchen mit Höhen und Tiefen auf dem Buckel. Die meisten kennen sie als die Veranstalter, die aufopferungsvoll für Abwechslung sorgen: Dank ihnen findet regelmäßig die „Darker Party“, tief versteckt im Waldgrund Truckenthal, statt. Und auch hier hat man so seine Traditionen: So gibt es immer um Punkt Mitternacht ein kleines Rätsel um den kleinen Vampir und seiner Freundin Agathe, die die Lösung der Rätsel herbeisehnen. Wer die richtige Antwort weiß hat dann die Chance auf einen tollen Gewinn. Und an Weihnachten backt der Verein liebevoll Kekse, um sie in kleinen, selbst gebastelten Schachteln an ihre treuen Gäste zu verschenken. Ich denke das sind die Momente, die das Etikett „familiär“ mehr als verdienen. vermisster Traum, wir wollen tanzen!Aber die „Darker Party“ ist nicht das einzige Feld von Corus Anima: Zweimal im Monat trifft man sich zum „Magic – the Gathering“ spielen. Entweder zum Spaß oder als kleines Turnier. Des weiteren trifft man Corus Anima auch auf dem einen oder anderen Mittelaltermarkt, wo sie zum Bogenschießen einladen. Und da Bogenschießen ganz schön an den Kräften zehren kann, bieten sie auch Met, Rosenwasser, Mocca und leckere Waffeln an! Mhh!

Wahrscheinlich bedanke ich mich hier schon zum 1000. mal bei CA, aber ich bin einfach begeistert von ihrem Engagement und ich hoffe, dass sie ganz oft von anderen ein „Danke“ zu hören bekommen.

„Corus Anima“ ist ja an und für sich schon eine feine Sache, aber es gibt noch mehr! Ich rede vom „Ritterbund Sonneberg ‚In Omnem Vitam'“. 2005 schlossen sich mittelalterbegeisterte zusammen und toben sich nun mit Schaukampf und Lagerleben aus. Auch diesem Verein hat man etwas tolles zu verdanken: Ich denke gerade lebhaft an das Schaumburgfest! Ritterkämpfe, Feuershow und passende Musik – alles, was ein gutes Fest also braucht wurde organisiert und es begeistert nicht nur die Subkultur, sondern alle. Egal ob jung oder alt, Stino oder nicht. Darum an dieser Stelle ein „Hut (oder eher: Ritterhelm?) ab!“ an die Maiden und Recken des Ritterbundes!

Auch ich habe mal versucht aktiv zu werden. Und so schnappte ich mir Radio, Decken und Weinflasche und lud‘  zum „schwarzen Picknick“ vor der evangelischen Kirche ein. Ob das ganze jetzt wirklich so rechtens war, weiß ich nicht. Ist mir und den anderen im Nachhinein aber sicherlich auch Wurscht. Es war ein toller Abend und weil Grufties ja durch die Bank weg brav sind, haben wir noch nachts im strömenden Regen unseren Müll ordnungsgemäß in Mülltüten abtransportiert und selbstverständlich die Kirche selbst auch in Ruhe gelassen. Ich behaupte, dass der Platz nach dem Picknick sauberer war als vorher, um unseren Umweltsinn hervorzuheben! Und die Tatsache, dass ich alle Nase lang gefragt werde, wann wir das wieder machen zeigt doch nur, dass es anderen gefallen hat. Danke fürs kommen!

Aller guten Dinge sind drei! Vor kurzem tauchten die engagierten Leute von „Sonneberg beleben und erleben“ auf. Sie meldeten sich mit einem großen Picknick im Stadtpark. Mit musikalischer Untermalung von „The Cold Ducks“ luden sie die Sonneberger zum gemeinsamen Stelldichein bei Bier, Wurst und Gewinnspielen für die schönste Picknickwiese ein. Auch das „schwarze Sonneberg“ war Willkommen und so kam es zu einem „schwarzes Picknick reloaded“. Und wer hätte es gedacht – wir haben sogar einen Preis gewonnen! Wir waren mehr oder weniger die Deko auf unserer babyblauen, ungruftigen Decke. Es wäre aber auch hier zu wenig, wenn man nur von dieser einzelnen Veranstaltung spricht. „Sonneberg beleben und erleben“ bieten eine Austauschplattform für alle Sonneberger, die keine Lust mehr auf ausgelutschte Bierzeltcoverbands und Kirmes haben.  Man sucht die Möglichkeit am Stadtgeschehen zu partizipieren, so gut es geht. Auch an euch: „Danke für euer Engagement!“

Manchmal muss man aber auch für bestimmte Veranstaltungen einen weiten Weg aufnehmen. Und da dieser Club Rang und Namen hat und auch von Sonneberger Grufties gerne besucht wird, sollte man ihn durchaus benennen: Das „Top Act“ in Zapfendorf lädt immer wieder zu unterschiedlichen Veranstaltungen, die für jeden Geschmack etwas zu bieten haben. AAAAAW YEAH! Hätte ich mehr Geld und würde ich das Autofahren nicht verabscheuen, würde man mich vielleicht auch öfters mal dort sehen.

Schön und gut, doch jetzt kommt das große ABER…

Wie die Überschrift schon vermuten lässt, gibt es trotz der Aktivitäten der Szene selbst noch immer Probleme, mit denen nicht nur wir zu kämpfen haben, letztlich leidet auch die Kultur in Sonneberg allgemein darunter.  Zwar finden regelmäßig Kirmesfeste in Sonneberg und Umgebung statt, doch bieten diese i.d.R. nur Karussell, Bierzelt und im besten Falle schnöde Coverbands. Andere Veranstaltungen zu organisieren ist schwierig. „Sonneberg beleben und erleben“ berichteten, dass es ein ungeheuerlicher Aufwand war, das große Picknick im Stadtpark zu organisieren. Die Finanzierung gestaltete sich als äußerst schwierig. Die GEMA wollte Geld, die Sicherheit musste gewährleistet werden um für einen friedlichen Ablauf zu sorgen und auch das drumherum muss neben den Jobs organisiert werden. Die bürokratischen Hürden waren sehr groß, auch wenn sie überwunden wurden. Allerdings ist es schwieriger, je kleiner das Publikum ist, welches man anspricht. Und auch wenn die Subkultur hier offensichtlich gut organisiert ist, so sind wir dennoch die Minderheit. Konzerte für unsere Bands? Keine Chance. Sicherheitspersonal, GEMA etc.pp. sind Auflagen die nicht oder nur sehr schwer zu bewältigen sind.

Mal davon abgesehen bekommt man nicht überall den Raum, den man braucht. Junge Musiker haben unglaublich große Schwierigkeiten überhaupt einen Proberaum zu finden. Und ob das wirklich auf einen Raummangel zurückzuführen ist, kann man anzweifeln. Der Sänger der Band „Rabenmond“ erzählte mir letztens von ihren Bemühungen einen neuen Proberaum zu finden, da der alte eigentlich gänzlich ungeeignet ist. Er erzählte mir, dass sie zwar zwei Räume besichtigen durften, aber nachdem sie die Frage, in welche Richtung ihre Musik mit: „Naja, eher so Black Metal“ beantworteten, schienen sie sich ihre Chancen verspielt zu haben. Denn sofort kamen Fragen, ob sie irgendwas mit Neonazis zu tun hätten. Und dabei hatten sie schon das Glück überhaupt Räume zu finden, die dafür vielleicht in Frage kämen. Die Band „Alarm Stufe Rot“ die 2004 bei der Musikmeile den Bandcontest gewann (die Musikmeile war vorerst wohl eine einmalige Sache, trotz vieler positiver Rückmeldungen), wollte sich eigentlich neu formieren, aber da kein Proberaum in Sicht ist, wird das wohl bis auf unbestimmte Zeit verschoben.

Warum ich das schreibe? Nun, ich finde ganz einfach, dass die Stadt Sonneberg ruhig mal aus ihrem Tran erwachen könnte. Denn das Angebot für die Jugend ist im allgemeinen recht knapp. Zwar finden in der „Wolke 14“ Veranstaltungen statt, aber ich habe das Gefühl, dass man sich da auf Senioren und Kinder fixiert. Die Altersgruppen dazwischen haben einfach die A-Karte gezogen. Und dabei ist es ja nicht mal so, dass es in Sonneberg keinen Raum gibt. Wir haben durchaus Möglichkeiten rein räumlich etwas zu veranstalten. Die „Lohauhalle“ ist groß genug für kleinere Musikveranstaltungen (auch das wurde beim „Schools Out Day“ bewiesen. Doch auch da gab es solche Probleme was die Organisation betrifft, dass ich einen extra Artikel schreiben müsste um das zu erläutern), die „Wolke 14“ hat so viele Räume und ebenfalls eine Halle, die nur darauf warten genutzt zu werden. Und das „G-Haus“ gibt es auch schon ewig. Warum nicht? Vermutlich hat die Stadt Angst, dass es zum einen zu laut werden könnte. Allerdings hat nie jemand gesagt, dass jedes Wochenende der Punk abgehen soll. Zum anderen besteht die Angst, dass sich ein recht „feuriger“ Vorfall in den 90ern bei einem Punkkonzert im G-Haus wiederholen könnte. Einen Austausch zwischen den Verantwortlichen der Stadt die solche Veranstaltungen genehmigen und den betroffenen Gruppen gab es seit dem nicht, obwohl dieses Problem schon öfters angesprochen wurde und gerade den Bands eine Herzensangelegenheit ist. Denn die können zwar schon Konzerte geben, aber meist eben sonstwo und nicht in ihrer Heimatstadt. Auch das bedeutet nicht, dass dort nie was los ist. Im Januar werden „Stahlzeit“ dort spielen – aber die können sich auch eine Security leisten und die anderen Auflagen erfüllen. Das können kleinere Bands nicht ohne weiteres, aber Hilfe von der Stadt gibt es nicht.

Im Allgemeinen habe ich das Gefühl, dass sich die Stadt um die Belange der Jugendlichen kaum kümmert. Wie bereits erwähnt, ist das Organisieren gewisser Veranstaltungen fast unmöglich zu bewerkstelligen. Von dem finanziellen Aufwand ganz zu schweigen.

Und das ist traurig. Denn wie man sieht gibt es in Sonneberg sehr wohl engagierte Menschen – jung wie alt, egal ob Grufti oder Stino. Und die werden in ihren Vorhaben einfach ausgebremst. Tja, und wenn es dann mal wieder dazu kommt, dass irgendwelche Leute am Bahnhof die Sau rauslassen, dann fragen sich alle warum. Ganz toll.

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14 Gedanken zu „Gothic Friday: Schwarzes Sonneberg – Potential kämpft um Raum

  1. Endlich mal ein Blog der über das Nachtleben in Sonneberg aufklärt!
    Einfach nur perfekt gemacht! =)
    Ganz grosses Lob hier nochmal an Sven und Kathrin vom Hexenstich Sonneberg, die die Gothic Szene Sonneberg erst richtig aufblühen lassen!
    Also für jeden der mehr über das Nachtleben in Sonneberg und Umgebung erfahren will, soll sich diesen Block durch lesen!

    Ganz Liebe Grüsse
    Marc Aurel

  2. Super Sache!
    Ich selbst bin hauptsächlich in Nürnberg unterwegs, wei ich bisher der Meinung war in SON gibt es sowieso nix.
    Da muss ich meine Meinung aber widerrufen. Auch beim Hexenstich werde ich demnächst mal vorbei schauen.

  3. Und natürlich ein riesen Lob an die Macherin Sophia!
    Die sich so liebevoll die Arbeit hierfür gemacht hatt!
    Nehmt euch an beispiel an ihr! =)

    Lg
    Marc Aurel

  4. Toller Blog. Am meisten gefällt mir das Logo mit dem Sensenmann. Der Brüller! 🙂
    Räumlichkeiten für Bands und Events ist ein wichtiges Thema in SON. Das kann man gar nicht oft genug erwähnen. Man muss aber auch sagen das manche Leute in Sonneberg einfach überhaupt keine Vorstellung davon haben, was für ne Arbeit es macht ein Konzert zu Veranstalten oder einen Proberaum zu besorgen/auszubauen und sich lieber hinstellen und jammern das hier nichts los ist und das nichts geht. „Gehen“ tut vieles, „wollen“ und vorallem „machen“ daran scheiterts bei den meisten. Momentan muss man, wenn man Konzerte für den sogenannten Untergrund macht alles selber machen, Räumlichkeiten sind dabei in Sonneberg das größte Problem und das G-Haus und die Lohau-Halle sind einfach gelinde gesagt Schrott für 200 Leute Gigs und schon von vornherein disqualifiziert. Und dann kommt eh obendrein unsere Stadt und sagt einfach: hier in unsere frisch renovierten Objekte kommt so subversiver Dreck sowieso nicht rein (frei übersetzt). Und genau diese Haltung muss sich im Sonneberger Rathaus ändern…

    Grüße und weiter so!

    • Jep, das Jammern und Nichtstun ist ein Problem – schon immer gewesen.
      Ich frage mich eben nur, ob man die Trägheit anderer ändern kann, wenn man die Hürden die einem bevor stehen minimiert, oder sie gar gänzlich aus dem Wege räumt. Daher ist es wichtig in Dialog zu treten, damit sich auch die Leute im Rathaus Gedanken machen. Andererseits sehe ich hier das Engagement der oben genannten Vereine und ich bin mir sicher, dass sehr viele wollen, aber nicht wissen wie und dann daran ihre Motivation verlieren.

      Ich kenne mich so genau mit den Gigs nicht aus, aber ich bin ehrlich gesagt ein wenig überrascht, dass G-Haus und Lohau-Halle zu klein sind. Ok, Lohau-Halle kann ich mir u.U. vorstellen, da dort ja eine Bühne rein muss. Aber ich dachte G-Haus bietet da größere Kapazitäten.
      Aber gut – du bist der Musiker 😉

      EDIT
      Sven und Kathrin meinten gerade, dass ich doch wohl falsch verstanden habe. Sie sind ZU groß, meintest du?
      Mh…mehr Platz zum pogen. Ist doch super 😀
      Wichtig ist dennoch, dass rein theoretisch Platz da ist.

      Mh, ne ist schon klar, dass dann die Kosten steigen…aber wie schon gesagt, irgendeine Lösung muss es dafür doch geben. Ich gebe mich damit nicht zufrieden, auch wenn es gute Argumente sind

      • Ja zu GROß 🙂
        Man kann da keine 200 leute Gigs machen weil:
        Die Anlage die du brauchst um so ne Halle zu beschallen kostet ein Vermögen das du mit 200 Leuten nicht reinbekommst. Eine kleinere Anlage zu nehmen macht keinen Sinn, schlicht und einfach wegen der größe des Raums. Das klingt einfach grottig dann.
        Machst du was größeres ist das ein irrsinniger Aufwand.

  5. Finde ich super, dass du jetzt doch anfängst zu bloggen! Und dankeschön für das Lob über uns und ich kann dir/euch versichern – wir geben nicht auf! Und wenn es das letzte ist was wir tun, aber die Darker Partys und vorallem der Corus Anima e.V. wird nicht sterben!
    Wir wollte eigentlich auch mal in Richtung Sonneberg gehen und mal dort eine Party steigen lassen, leider lässt das der aktuelle Stress und meine Gesundheit nicht so ganz zu. Aber die Idee ist da uns wird sicherlich auch verwirklicht.
    Ich meine wir waren ja auch schon in Coburg mit der Party „auf Tour“ also warum nicht auch in Sonneberg – das kann doch nicht so schwer sein…Ich werde mich im neuen Jahr mal dahinter klemmen und Bericht erstatten. 🙂

    Und ich glaube es kann sich wirklich was verändern, es müssen nur genug Leute auch wollen und vorallem auch aktiv etwas dafür tun. Weil meckern kann jeder – besser machen ist die Devise!

    Vielleicht wäre es auch eine Idee wenn sich verschiedene Vereine und/oder Bands einfach mal zusammenschließen würden und ein Objekt kaufen oder mieten würden. Das ließe sich gemeinsam einfacher realisieren als alleine. (Daran arbeiten wir nämlich schon sein unserer Gründung 2005) Man könnte ja so etwas wie ein „Haus der Kunst/Kultur“ daraus machen. In dem es eben sowohl Proberäume als auch Platz für Veranstaltungen gäbe.

    • Yay. Das wäre auch eine Idee. Und bei dieser Idee ist mir eingefallen, dass man mal den Chaosclan wieder auf die Bildfläche schieben könnte^^ Von denen hat man auch schon ewig nichts mehr gehört.

      Corus Anima in Sonneberg wäre epochal. ^^ Allein schon für die jüngeren Besucher, die kein Auto zur Verfügung haben… *träum*

  6. Yay Kaiser, nun hab ichs auch gecheckt^^
    Das sind, wie gesagt, gute Argumente, aber ich gebe mich damit dennoch nicht zufrieden. Immerhin haben wir die Wolke und die wäre – platzmäßig – dafür geeignet.
    Könnte sicher für die Leute in der Umgebung laut werden, aber man kann es ja wenigstens mal probieren.
    Jedenfalls…so einfach will ich nicht Ruhe geben. Und wie schon mal gesagt: Ich finde, wenn das schon nicht möglich sein sollte, dann könnte man wenigstens wieder Dinger wie die Musikmeile ins Leben rufen. Irgendwas muss sich einfach finden lassen.
    Aber bevor man grübelt, wo man die Bands hinstellt, sollte man sich dem Raumproblem annehmen. Wie schon gesagt…da lässt sich hoffentlich was finden 😉

  7. Echt ein interessanter Bericht – mit allem Licht und Schatten. Zeigt wirklich die Schwierigkeiten, was auf die Beine zu stellen bei euch, aber ich finde es hat euch bislang nicht besonders gestört oder davon abgehalten, selbst etwas zu gestalten. Meine Schwester hat Jahrzehnte in Neuhaus-Schierschnitz gewohnt, ich kenne also Sonneberg zumindest etwas. Es ist nicht so einfach.
    Ihr habt zwar die (leerstehenden und daher auch nicht teuren) Locations da drüben, aber dazu kommt ja noch sowas wie Musikanlage, Lichtanlage, GEMA, Feuerwehr (da würde ich gar nicht groß fragen) und andere Sachen on top dazu. Wir haben hier im Rhein-Main-Gebiet das Problem, dass die Räume und VA-Mieten extrem hoch sind und man das mit einem alternativen Abend nicht einspielen kann. Man muss lange suchen, bis man eine Location findet, die bezahlbar ist oder man muss sich irgendwo mit „einkaufen“ – in eine 4-5 Floor-Disco-Party. Das ist eher nicht so unser Ding, denn meist (aber nicht immer) muss man dann seine Musik nach der Masse ausrichten. Und Musik für die Masse an Grufties wollen wir dann auch nicht spielen ;), verstehst?

    Ich sehe das wie Du: alternative Veranstaltungen entstehen auf alternative (sprich: anarchistische) Art und Weise. Also einfach mal machen, probieren, vorher nicht zu viel fragen (nur die nötigsten Dinge). Ich drücke die Daumen! Außerdem, wenn „der Platz nach dem Picknick sauberer war als vorher“ könnte euch die Stadt Sonneberg dafür ruhig was zahlen ;P – oder zumindest keine Steine in den Weg legen. Aber die Leute lieben ihre Beschaulichkeit und alles was die Jugendlichen veranstalten wird immer gleich als laut, abartig, rechts (auf die Assoziation wäre ich jetzt bei Black Metal auch nicht gekommen) oder pöbelig verstanden.

    Das Bely’s sieht wirklich sehr gemütlich aus! Wäre wohl auch genau mein Ding.

  8. Ich finde es wunderbar, wenn sich Gedanken gemacht wird, wie man selbst etwas auf die Beine stellen könnte. „Haus der Kunst/Kultur“ klingt in meinen Ohren sehr vielversprechend. Diese Überlegungen solltet ihr gemeinsam weiterverfolgen. Problem ist jedoch oftmals das relativ geringe Interesse. Zumindest habe ich dies in meiner Gegend schon häufiger beobachtet. Manchen Partys, Konzerten und allgemein Konzepten, die sich abseits des „alternativen Mainstreams“ bewegen, wird einfach zu wenig Beachtung geschenkt. So sind diese auf Dauer leider nicht überlebensfähig. Aber wer nicht wagt, der gewinnt auch nicht…

  9. So so, nun find ich hier durch Zufall deinen kleinen feinen, aber offensichtlich still darniederliegenden Blog und denk mir „What solls?! Schreib ich mal was hier her!“
    Ja, nun da ich mitlerweil auch in Sbg wohne, weiß ich wohl etwas um die Probleme für junge, vor allem subkulturelle Menschen, hier etwas auf die Beine zu stellen. Ich suche z.B. auch schon seit Monaten nach einem geeigneten Proberaum für mein Projekt, damit ich net immer meine Freundin und meine Kiddies daheim mit meinem schiefen Gekrächze nerven zu müssen.
    Aber sobald die Frage nach der Musik vom Vermieter kommt und ich mit „nuja, Gothic, Electro und Horror-Elemente,“ antworte bin ich scheinbar umgehend vom Anstandsgericht diqualifiziert worden.

    Konzerte geben ist hier auch so eine Sache. Für ne Metalband mag das in der Umgebung ja noch gehen, aber geh mal in so eine recht spezielle Sparte wie ich und hab nicht mal das komplette Equipment (hab nur Mikro, Laptop, Monitorboxen, kleines Vocalmischpult) und schon linste in die Röhre. Da sind mir selbst Veranstalter wie Corus Anima keine große Hilfe und seit das uLi seinen Schuppen (TopAct) zugesperrt hat ist auch die letzte größere Möglichkeit am Popöchen der Infrastruktur gescheitert.

    Ich hätte allerdings eine derart derbe Lust hier mal was selber zu machen, mir mangelt es nur an Kontakten und Kenntnissen der Umgebung (Oberfranke im Osten, wubie xD). Das nötige Know-How für Organisation, Arbeit als Musiker, DJ, Ausschank, Pressesprecher u.ä. könnte ich jedoch alles mitbringen. Nur mangelt es wie gesagt an wie gesagt an Kontakten und Vitamin-B(eziehungen) 😉

    In diesem Sinne

    Der NomeaD, alias Shin, alias One Sick Bastard, aka One and only Mad-Man

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